18 Krieg im Namen der Religion: Syrien

Autorin: Kristin Helberg

Krieg im Namen der Religion: Syrien

Der Syrien-Konflikt gilt als größte menschengemachte Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg, als historisches Versagen unserer Zeit. Worum geht es dabei? Um die Überwindung der Diktatur? Die Errichtung eines Gottesstaates? Den Kampf gegen den „Terror“? Oder um ausländische Interessen wie Wirtschaftsabkommen, Erdöl und Waffendeals?

Religion dient in Syrien der Manipulation und Mobilisierung

Wer den Verlauf und die Methoden dieses Krieges untersucht, erkennt, dass seine Akteure nur ein Ziel haben: Macht. Religion dient dabei der Mobilisierung und Manipulation. Das syrische Regime sät konfessionellen Hass, um sich als einziger Garant für Stabilität zu inszenieren. Die Anführer des „Islamischen Staates“ errichteten ihr Kalifat als Geheimdienststaat und benutzten den Glauben als effektives Marketinginstrument.

All jene, die sich für ein Leben in Würde und Freiheit, für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie engagierten, haben keinen Platz in Syrien. Denn unter Assads Herrschaft gibt es keine Bürger, sondern Untertanen. Und für diese gelten nur zwei Kategorien: loyal oder nicht loyal – Freund oder Feind.

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