12 Halbherzige Trennung: Deutschland und seine Kirchen

Autor: Michael Hollenbach

Halbherzige Trennung: Deutschland und seine Kirchen

Gott in der Präambel des Grundgesetzes, Kreuze in bayerischen Amtsstuben, der Pfarrer im Religionsunterricht an staatlichen Schulen – wie weit ist es her mit der Trennung zwischen Staat und den Religionen in Deutschland?

Noch bis vor 100 Jahren hatten wir in Deutschland eine protestantische Staatskirche; seit der Weimarer Republik spricht man von einer „hinkenden Trennung“ zwischen dem Staat und den Religionsgemeinschaften.

Wie geht die Säkularisierung mit den Privilegien der Kirchen zusammen?

Doch gilt das auch für islamische Gemeinschaften? Müssen sich die Moscheegemeinden den kirchlichen Organisationsformen anpassen, auch wenn es nicht ihrer Religionspraxis entspricht? Und wie geht die zunehmende Säkularisierung der Gesellschaft zusammen mit den noch immer vorhandenen Privilegien der Kirchen?  Warum bekommen die Kirchen seit mehr als 200 Jahren jährlich Millionenbeträge an so genannten Staatsleistungen? Ist eine Änderung des Staat-Religionen-Verhältnisses überfällig?

 ↑ nach oben