17 China: Kein himmlischer Friede

Autor: Axel Dorloff

China: Kein himmlischer Friede

Eigentlich herrscht in China offiziell Religionsfreiheit. Aber die Regierung der Volksrepublik geht immer systematischer gegen Religionen vor. Staats- und Parteichef Xi Jinping fordert die „Sinisierung der Religionen“,  sie sollen „der sozialistischen Gesellschaft angepasst“ werden. Vor allem Muslime und Christen gelten der Kommunistischen Partei Chinas als Bedrohung für den eigenen Machtanspruch.

Religiöse Rituale sind verboten – und die Kirchen haben trotzdem Zulauf

Staatliche Kontrolle und Repression haben in den vergangenen Jahren zugenommen: Kirchengemeinden werden überwacht und zerschlagen, Kreuze von Kirchendächern gerissen, Moscheen geschlossen. In der Nordwestprovinz Xinjiang können Muslime ihren Glauben kaum noch ausüben. Viele religiöse Alltagsrituale sind dort schlicht verboten oder werden sanktioniert.

Auch die Mitglieder der Kommunistischen Partei trifft es: wer eine Religion ausübt, soll künftig zum Parteiaustritt aufgefordert werden können. Fast jeder zweite Chinese bezeichnet sich offiziell als Atheist, passend zur Ideologie der Volksrepublik. Trotzdem – und trotz der Repression – haben Kirchen und Glaubensgemeinschaften  Zulauf.

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